Im Rahmen der Erhebungen zum CHE Hochschulranking machten über 87.000 Studierende Angaben zum Wohnen und zur Verkehrsmittelnutzung an über 200 Hochschulorten. Der hier vorliegende DatenCHECK fasst stellt Kernergebnisse dar und ergänzt die Daten im ausführlicheren „CHECK Wohnsituation und Mobilität von Studierenden in Deutschland 2026“ um detaillierte Tabellen mit Daten zu den einzelnen Hochschulorten.
Jeweils knapp 28 Prozent der Studierenden wohnen während des laufenden Semesters bei ihren Eltern oder in einer privaten Mietwohnung, weitere 25 Prozent wohnen in einer Wohngemeinschaft, rund 15 Prozent in einem Wohnheim. Knapp zwei Drittel der Studierenden wohnt direkt am Hochschulort, weitere 30 Prozent im Umkreis von 50 km. Für den Weg zur Hochschule werden ganz überwiegend (57 %) öffentliche Verkehrsmittel genutzt, auch zu Fuß kommen regelmäßig knapp 39 Prozent der Studierenden. Das Fahrrad (32 %) und das Auto oder Motorrad (27 %) werden etwas seltener genutzt. Die detaillierten Tabellen zeigen, dass die genutzten Wohnformen und Verkehrsmittel von Hochschulort zu Hochschulort je nach Infrastruktur ganz unterschiedlich sein können.
Für den CHECK Wohnsituation und Mobilität von Studierenden in Deutschland 2026 wurden Angaben von über 87.000 Studierenden in grundständigen Studiengängen (ab dem dritten Fachsemester) zu ihrer Wohnsituation und den verwendeten Verkehrsmitteln für die Anreise zur Hochschule ausgewertet. Die Daten wurden im Rahmen der Studierendenbefragungen für das CHE Hochschulranking in den Wintersemestern 2023/24, 2024/25 und 2025/26 erhoben.
Im CHECK zeigte sich, dass sich die Wohnsituation und die Mobilität der Studierenden in Deutschland stark regional und auch bezüglich der Hochschultypen unterscheidet. In diesem DatenCHECK werden die Ergebnisse zur Wohnsituation und Mobilität zusätzlich im Detail für alle Hochschulorte dargestellt, bei denen mindestens 50 Studierende in den vergangenen drei Wintersemestern Angaben zu den jeweiligen Fragen gemacht haben. Die Ergebnisse sind auch auf den Seiten einzelner Studienorte im Portal HeyStudium von DIE ZEIT aufgeführt.
Zunächst wird dabei beleuchtet, wie sich die Wohnsituation der befragten Studierenden an den verschiedenen Hochschulorten in Deutschland unterscheidet. Daraufhin werden die verwendeten Verkehrsmittel der Studierenden an den unterschiedlichen Orten betrachtet.
Wohnsituation der Studierenden an einzelnen Hochschulorten
Die Studierenden wurden einerseits gefragt, wo sie während des laufenden Semester wohnen. Insgesamt zeigte sich, dass 27,9 Prozent der befragten Studierenden im grundständigen Studium noch bei ihren Eltern wohnen. Auch private Mietwohnungen (27,8 %), Wohngemeinschaften außerhalb des Wohnheims (24,8 %) und das Wohnheim (15,2 %) sind beliebte Wohnformen. Zwischen den Hochschulorten zeigen sich in der Analyse jedoch deutliche Unterschiede. Wie in der Grafik rechts zu sehen ist, wohnen besonders viele der befragten Studierenden der Hochschulen in Weimar, Pfarrkirchen, Marburg und Landau in einer Wohngemeinschaft (außerhalb des Wohnheims).
Die nachfolgende Tabelle zeigt im Detail für die verschiedenen Hochschulorte, wie beliebt die unterschiedlichen Wohnformen am jeweiligen Standort sind. Deutlich wird, dass das Wohnen bei den Eltern insbesondere an kleineren Hochschulorten beliebt ist (die häufig auch Standorte von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind). WGs sind hingegen vor allem in den mittelgroßen Universitätsstädten beliebt. An Hochschulorten, in denen das Elternhaus als Wohnform noch sehr beliebt ist, gibt es häufig nur wenig Studierende, die in WGs oder im Wohnheim unterkommen. Umgekehrt zeigt sich in den klassischen Universitätsstädten häufig eine eher geringe Zahl an Studierenden, die noch bei den Eltern wohnen.
Einige Städte insbesondere im Osten Deutschlands zeichnen sich zudem durch einen hohen Anteil an Studierenden aus, die im Wohnheim leben. Dies deutet darauf hin, dass dort ein gutes Angebot an Wohnheimplätzen für die Studierenden bereitgestellt wird.
Entfernung der Wohnung von der Hochschule
Die Studierenden wurden ebenfalls danach gefragt, wie weit sie während des Semesters von ihrer Hochschule entfernt wohnen bzw. ob sie direkt am Hochschulort wohnen. Insgesamt gaben 63,2 Prozent der Studierenden an, dass sie während des Semesters direkt am Hochschulort wohnen. 30,4 Prozent wohnen in einer Entfernung von bis zu 50 Kilometer vom Hochschulort entfernt. 6,0 Prozent wohnen zwischen 50 und 200 Kilometer entfernt und nur 0,4 Prozent wohnen weiter als 200 Kilometer von ihrer Hochschule entfernt. Auch die Entfernungsstatistiken unterscheiden sich jedoch je nach Hochschulort, wie die folgende Tabelle zeigt.
Mobilität von Studierenden an einzelnen Hochschulorten
Die Studierenden wurden zudem danach gefragt, mit welchen Verkehrsmitteln sie regelmäßig zu ihrer Hochschule kommen. Bei dieser Frage waren Mehrfachantworten erlaubt, weshalb sich die Prozentangaben zu mehr als 100 Prozent aufsummieren können. Besonders öffentliche Verkehrsmittel sind bei den Studierenden für die Anfahrt zur Hochschule beliebt, 57,2 Prozent der Studierenden nutzen diese regelmäßig. Regelmäßig zu Fuß zur Hochschule kommen 38,8 Prozent der Studierenden. Auch das Fahrrad (31,7 %) wird häufig genutzt , während das Auto/Motorrad (26,5 %) insgesamt weniger häufig für die Anreise verwendet wird .
Auch bei den verwendeten Verkehrsmitteln unterscheiden sich die Antworten der Studierenden jedoch sehr stark nach den unterschiedlichen Hochschulorten. Wie in der Abbildung rechts zu sehen ist, ist das Fahrrad besonders bei den befragten Studierenden in den Städten Greifswald, Münster und Göttingen sehr beliebt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt zudem im Detail für die einzelnen Hochschulorte, wie hoch der Anteil der befragten Studierenden ist, die das jeweilige Verkehrsmittel regelmäßig für die Anreise zur Hochschule nutzen. Deutlich wird, dass das Auto besonders häufig an kleineren Hochschulorten genutzt wird, die oft Standorte von Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind. Zu vermuten ist, dass diese Orte zudem nicht gut über öffentliche Verkehrsmittel angebunden sind.
Öffentliche Verkehrsmittel sind hingegen vor allem in den Großstädten wie dem Großraum München, Berlin, Hamburg, Stuttgart oder Frankfurt am Main besonders beliebt. An einigen Hochschulorten wie Vallendar, Ilmenau oder Freiberg gibt es zudem einen besonders hohen Anteil an Studierenden, die regelmäßig zu Fuß zur Hochschule kommen. Diese Städte scheinen sich durch kurze Wege auszuzeichnen, die schnell und ohne weiteres Verkehrsmittel bewältigt werden können. Wie oben gezeigt wohnen in Freiberg und Ilmenau rund die Hälfte der Studierenden in (möglicherweise campusnahen) Wohnheimen.
Datenerhebung und Analyse: Marc Hüsch
CHECK Wohnsituation und Mobilität von Studierenden in Deutschland 2026
Die vollständige Analyse der Daten zum studentischen Wohnen und zur Verkehrsmittelnutzung von Studierenden in Deutschland ist im „CHECK Wohnsituation und Mobilität von Studierenden in Deutschland zu finden. Dort werden die Daten insbesondere nach Bundesländern dargestellt, während hier im DatenCHECK die Angaben zu den einzelnen Orten finden sind.
Die Publikation ist rechts in den Viewer eingebunden und kann über den Button heruntergeladen werden.
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