Wie viele Hochschulen gibt es in Deutschland?
Laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes existierten zum Wintersemester 2025/26 in Deutschland 421 Hochschulen. Davon sind 206 Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW bzw. Fachhochschulen), 112 Universitäten, 52 Kunsthochschulen oder Musikhochschulen, 30 Verwaltungsfachhochschulen und 15 Theologischen Hochschulen. Weiterhin gibt es in Deutschland noch sechs Pädagogische Hochschulen, die es nur noch in Baden-Württemberg gibt.
Der mit 57,3 Prozent überwiegende Anteil der Studierenden in Deutschland entfällt auf die Universitäten, an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen) ist aber mittlerweile über ein Drittel (38,4 Prozent) der Studierenden eingeschrieben. An einer Universität sind im Durchschnitt rund 14.700 Studierende eingeschrieben, an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) im Schnitt etwas mehr als 5.300. Den von den Studierendenzahlen her kleinsten Hochschultyp stellen die Theologischen Hochschulen mit durchschnittlich 125 Studierenden dar (siehe auch Statistisches Bundesamt).
Wie viele Hochschulstandorte gibt es in Deutschland?
Es gibt in Deutschland knapp 700 Hochschulstandorte (d. h. Haupt- und Nebenstandorte von Hochschulen) in etwa 300 Städten und Gemeinden. Das Statistische Bundesamt weist in seiner Hochschulstatistik für das Wintersemester 2025/26 Studierendenzahlen für insgesamt 689 Standorte deutscher Hochschulen aus. Der größte Teil (421 von 689 Standorten, 61,1 %) dieser Hochschulstandorte sind Standorte von Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) / Fachhochschulen. Darüber hinaus gibt es 132 Standorte von Universitäten, 58 Standorte von Verwaltungsfachhochschulen, 56 Standorte von Kunst- und Musikhochschulen, 16 Standorte von Theologischen Hochschulen und 6 Standorte von Pädagogischen Hochschulen. 411 der 689 Standorte sind in staatlicher Trägerschaft, 234 in privater und 44 in kirchlicher Trägerschaft.
Die folgende Karte gibt eine Übersicht über die deutschen Hochschulstandorte und zeigt die Vielfalt der deutschen Hochschullandschaft. Die Darstellungsgröße richtet sich dabei nach der ausgewiesenen Studierendenzahl am Standort, zudem sind die verschiedenen Hochschultypen farblich unterschieden. Deutlich wird, dass es besonders viele Standorte in den Ballungsräumen wie zum Beispiel im Ruhrgebiet oder im Rhein-Main-Gebiet sowie in den großen Städten gibt. Insbesondere Universitäten und HAW/FH sind aber flächendeckend im gesamten Bundesgebiet zu finden.
Welche Hochschulen in Deutschland haben die meisten Studierenden?
Die Hochschule mit den meisten Studierenden in Deutschland war Wintersemester 2025/26 erneut die IU Internationale Hochschule mit über 125.000 Studierenden. Dahinter folgen die FernUniversität in Hagen (68.447 Studierende), die TU München (53.786 Studierende), die LMU München (51.737 Studierende) und die Universität zu Köln (47.024 Studierende).
Die meisten Studierenden (108.463) der IU werden dem Hauptsitz in Erfurt (Thüringen) zugerechnet, wie oben in der Karte zu erkennen ist. Der Großteil dieser Studierenden sind Fernstudierende, die vom Statistischen Bundesamt generell dem Hauptsitz der jeweiligen Hochschule zugerechnet werden. Die Hochschule mit den zweitmeisten Studierenden, die FernUniversität in Hagen, fokussiert sich ebenfalls auf das Fernstudium. Erst danach folgen die drei größten staatlichen Präsenzuniversitäten: die TU München, die LMU München und die Universität zu Köln. Die private, staatlich anerkannte FOM Hochschule für Ökonomie & Management mit Fokus auf berufsbegleitende Studienangebote liegt auf Platz 7 der Hochschulen mit den meisten Studierenden. Die weiteren Hochschulen in den Top-20 sind bis auf die Duale Hochschule Baden-Württemberg alles staatliche Universitäten, die hauptsächlich in Großstädten und Ballungsräumen zu finden sind.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die 100 größten Hochschulen in Deutschland, geordnet nach der Zahl der Studierenden im Wintersemester 2025/26. Verschiedene Standorte einer Hochschule sind dabei zusammengefasst.