DatenCHECK 1/2026

Future Skills in der Hochschullehre: Umsetzungsstand im Fächervergleich (2026)

Dr. Nina Horstmann

In der Publikation Bildung für die Zukunft? Förderung von Future Skills in der Hochschullehre wurde 2023 die Förderung von Future Skills an deutschen Hochschulen für die wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Fächer aus Professor*innensicht beleuchtet (Horstmann, 2023).
2024 wurden in dem DatenCHECK 4/2024: Future Skills in der Hochschullehre: Relevanz und Umsetzungsstand im Fächervergleich die mathematisch-naturwissenschaftlichen und medizinischen Fächer in den Blick genommen. In diesem Beitrag veröffentlichen wir nun die Daten der dritten und letzten Erhebungswelle in den ingenieur- und geisteswissenschaftlichen Fächern in der Zusammenschau mit den Ergebnissen der zuvor untersuchten Fächer. Die Studie mit nun 30 Fächern bzw. Fächergruppen zeigt, dass einige grundlegende Future Skills wie kritisches Denken oder Problemlösekompetenz bereits in allen Fächern besonders gefördert werden. Für den Großteil der untersuchten Future Skills finden sich jedoch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Fächern.

In einer sich rasant verändernden, digital- und KI-geprägten Welt mit großen gesellschaftlichen Herausforderungen stehen Hochschulen nicht mehr nur vor der Aufgabe, Studierende in fachlichen Disziplinen weiterzubilden, sondern ihnen auch sogenannte Future Skills zu vermitteln. Die Verfügbarkeit generativer Künstlicher Intelligenz hat das Thema Future Skills (und KI-Kompetenzen) noch einmal mehr in den Fokus gerückt und einen neuen Schub in der Diskussion um deren Förderung ausgelöst. Bei Future Skills handelt es sich um Handlungskompetenzen für zukünftige Situationen, die aufgrund ihrer schnellen Veränderungen immer wieder neue, komplexe Probleme hervorbringen und auf die die bisherige (Aus-)Bildung allein nicht mehr gut vorbereitet. Future Skills ermöglichen, in diesen Situationen selbstorganisiert komplexe Probleme zu lösen und (erfolgreich) handlungsfähig zu sein (Ehlers, 2020, S. 57).

Doch inwieweit werden die von Arbeitgeber*innen geforderten Future Skills in der Hochschullehre bereits in den Blick genommen? Und wie sieht der Umset­zungsstand auf der Ebene einzelner Fächer aus? Diese Fragen wurden erstmals in einer Studie des CHE Centrum für Hochschulentwicklung beleuchtet, die im Rahmen der CHE Hochschulrankings 2023, 2024 und 2025 durchgeführt wurde. Das Ziel dieser Untersuchung bestand darin, bundesweit für verschiedene Fächer systematisch zu untersuchen, inwieweit Future Skills bereits von Professor*innen in die Hochschullehre integriert werden. Mit Abschluss der letzten Erhebungswelle im Rahmen des CHE Hochschulranking 2025 liegt nun erstmals eine Übersicht über 30 der größten Fächer und Fächergruppen an deutschen Hochschulen vor.

Methodik

Erhebungen: In einer Online-Befragung wurden in einer ersten Erhebungswelle (Dezember 2022 bis Januar 2023) 3.523 Professor*innen der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächer inklusive So­ziale Arbeit an deutschen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und dualen Hochschulen befragt. In einer zweiten Erhebungswelle (Dezember 2023 bis Januar 2024) fand eine Befragung von 2.722 Professor*innen der ma­thematisch-naturwissenschaftlichen und medizinischen Fächer inklusive Pflegewis­senschaft, Politikwissenschaft und Sportwissenschaft statt. In einer dritten Erhebungswelle (November 2024 bis Januar 2025) erfolgte eine Befragung von 2.740 Professor*innen der ingenieur- und geisteswissenschaftlichen Fächer inklusive Psychologie, Erziehungswissenschaft, Germanistik und Romanistik.

Future Skills: Für die Auswahl der zu untersuchenden Future Skills wurde das Framework von Stifterverband & McKinsey (Suessenbach, Winde, Klier & Kirchherr, 2021; ohne die Dimension Technologische Kompetenzen) herangezogen und um weitere zentrale Future Skills aus der Literatur ergänzt (4-K-Kompetenzen, Schleicher, 2013; Ehlers, 2022). Auf diese Weise wurde eine Liste von 17 nicht-digitalen Kompetenzen und fünf Digitalkompetenzen erstellt. Der Future Skills-Begriff sowie einzelne Future Skills wurden im Fragebogen definiert.

Stichprobe: Die Abbildung zeigt die Teilnehmer*innen-Zahlen pro Fach und Hochschultyp (in Klammern ist jeweils der Erhebungszeitraum genannt), die den Fragebogen beendet haben. Darüber hinaus wurden aber auch gültige Urteile von Teilnehmenden einbezogen, die den Fragebogen nicht beendet haben (somit kann es zu kleineren Abweichungen zwischen den hier und unten genannten Stichprobengrößen kommen). Da sich innerhalb der Fächer die Daten für die verschiedenen Hochschultypen nur geringfügig unterschieden, wurde die Auswertung pro Fach aggregiert über alle Hochschultypen vorgenommen.

Die Fächergruppe „Maschinenbau, Materialwissenschaft/Werkzeugtechnik und Prozessingenieurwesen“ an Universitäten beinhaltete zusätzlich noch die Fächer Biotechnologie, Chemieingenieurwesen/Angewandte Chemie, Umweltingenieurwesen sowie Verfahrenstechnik. Sie wird im Folgenden mit „Fächergruppe Maschinenbau Uni“ abgekürzt. Die Fächergruppe „Maschinenbau, Materialwissenschaft/Werkstofftechnik“ an HAW/FH wird im Folgenden „Fächergruppe Maschinenbau HAW/FH“ benannt. Die Fächergruppe „Angewandte Naturwissenschaften“ beinhaltete zusätzlich die Fächer Biotechnologie, Chemieingenieurwesen/Angewandte Chemie, Energietechnik, Medizintechnik, Physikalische Technik und Umweltingenieurwesen.

Umsetzungsstand von Future Skills auf Fächerebene

In allen Erhebungswellen lautete die Instruktion: „Bitte geben Sie für die aufgeführten Future Skills an, in welchem Ausmaß Sie diese in Ihren Lehrveranstaltungen fördern“. Die Einschätzung erfolgte auf einer 5-Punkte-Ratingskala mit den Endpunkten „überhaupt nicht“ bis „sehr stark“. Die Ergebnisse der dritten Erhebungswelle bestätigen die bereits veröffentlichten Befunde aus den beiden vorausgehenden Erhebungswellen:

Auf der einen Seite kristallisieren sich einzelne Kompetenzen heraus, die in allen untersuchten Fächern bereits stark gefördert werden. So gibt der Großteil der befragten Professor*innen an, kritisches Denken (je nach Fach zwischen 78,1 und 99,4 % der Professor*innen) und Problemlösekompetenz (zwischen 71,4 und 99,2 % der Professor*innen) in ihren Lehrveranstaltungen bereits „stark“ oder „sehr stark“ zu fördern. Darüber hinaus werden auch Urteilskompetenz, Eigeninitiative, Selbstorganisationskompetenz sowie Lernkompetenz von der Mehrzahl der Befragten besonders gefördert, wobei sich eher moderate Fächerunterschiede ergeben.

Auf der anderen Seite zeigt sich, dass für einen Großteil der untersuchten Future Skills die Förderung stark fachabhängig ist. So variiert nach Einschätzung der teilnehmenden Professor*innen das Ausmaß der Förderung für Kollaboration, Kreativität, Entscheidungskompetenz, Kommunikation, Interkultu­relle Kommunikation, Dialog- und Konfliktkompetenz, Innovationskompetenz, Ver­änderungskompetenz, Ambiguitätskompetenz/Umgang mit Unsicherheit, Resilienz und Missionsorientierung sowie für die Digitalkompetenzen deutlich zwischen den Fächern. Besonders große fachspezifische Unterschiede finden sich für Interkulturelle Kommunikation, Kollaboration und Dialog- und Konfliktkompetenz. Beispielsweise wird Interkulturelle Kommunikation von dem Großteil der Professor*innen im Fach Romanistik (90,7 %) „stark“ oder „sehr stark“ gefördert, während sie etwa im Fach Mathematik (18,4 %) eine eher untergeordnete Rolle spielt. Kollaboration wird aus Professor*innensicht in besonderem Maße im Fach Pflegewissenschaft (88,9 %) gefördert. Der geringste Anteil an Professor*innen, die Kollaboration besonders in den Blick nehmen, zeigt sich hingegen im Fach Rechtswissen­schaft (17,8 %). Für letzteres Fach findet sich wiederum der zweithöchste Anteil an Professor*innen (88,8 %; nach Wirtschaftsrecht mit 91,2 %), die Entscheidungskompetenz in besonderem Maße fördern.

Digitalkompeten­zen werden aus Professor*innensicht im Vergleich zu einigen nicht-digitalen Future Skills insgesamt seltener gefördert, doch auch hier zeigen sich bedeutsame Fächerunterschiede. Hier fallen insbesondere die Fächer Informatik und Wirtschaftsinformatik sowie Physik, Pflegewissenschaft und Romanistik in der Zusammenschau der fünf untersuchten Digitalkompetenzen (Digital Literacy, Digitale Kollabora­tion, Digitales Lernen, Digitale Ethik und Agiles Arbeiten, vgl. Suessenbach et al., 2021) positiv auf. Digitale Ethik wird im Vergleich zu den anderen Digitalkompetenzen von Professor*innen an deutschen Hochschulen insgesamt noch selten in den Blick genommen.

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen, wie stark (von „überhaupt nicht“ bis „sehr stark“) Professor*innen der untersuchten Fächer das jeweilige Future Skill in ihren Lehrveranstaltungen fördern. Über das Drop-Down-Menü kann eine Grafik für jedes der 22 untersuchten Future Skills ausgewählt werden. Innerhalb der Grafik sind die Fächer sortiert nach der Summe von „starker“ und „sehr starker“ Förderung.

Insgesamt muss beim Vergleich der Fächer einschränkend bedacht werden, dass die Daten der dritten Erhebungswelle aufgrund des Fächerrhythmus des CHE Rankings zwei Jahre später als die Daten der ersten Erhebungswelle erhoben wurden. In diesem Zeitraum können angesichts der Dynamik in den Themenfeldern Digitalisierung und KI an den Hochschulen bereits bedeutsame Veränderungen in der Curriculumsentwicklung im Hinblick auf die Integration von Future Skills stattgefunden haben. Dennoch finden sich auch innerhalb jeder einzelnen Erhebungswelle bedeutsame Fächerunterschiede.

Future Skills-Profile der Fächer

Anhand der zuvor beschriebenen Daten wurden Future Skills-Profile auf Fächerebene erstellt. Diese verdeutlichen, dass die Fächer im Hinblick auf die Förderung von Future Skills unterschiedlich weit sind. In der Zusammenschau der 22 untersuchten Future Skills stechen die Fächer Romanistik, Pflegewissenschaft und Informatik besonders hervor. Es gibt aber auch eine Reihe weiterer Fächer, in denen die Hochschullehre im Hinblick auf die Förderung von Future Skills aus Sicht der Professor*innen schon gut aufgestellt ist. Andere Profile sind deutlich lückenhafter, etwa in den Fächern VWL oder Rechtswissenschaft. Aber auch hier lassen sich charakteristische Kompetenzen ausmachen, die besonders – teilweise sogar noch von einem höheren Anteil an Professor*innen als in anderen Fächern – gefördert werden. Auch im Hinblick auf die fünf untersuchten Digitalkompetenzen unterscheiden sich die Fächerprofile. Hier hebt sich das Fach Informatik – wenn auch hier naheliegenderweise – von anderen Fächern ab. Aber auch in den Fächern Wirtschaftsinformatik, Physik, Pflegewissenschaft und Romanistik werden Digitalkompetenzen schon häufig in den Blick genommen.

Insgesamt scheinen viele Ergebnisse sehr gut zu den Charakteristika der einzelnen Fächer zu passen. Beispiele hierfür sind die besondere Förderung von Entscheidungskompetenz in den Fächern Wirtschaftsrecht und Rechtswissenschaft, von Innovationskompetenz in den meisten ingenieurwissenschaftlichen Fächern,
von Dialog- und Konfliktkompetenz im Fach Soziale Arbeit oder von Interkultureller Kommunikation im den Fächern Romanistik und Pflegewissenschaft.

In den Abbildungen ist der Anteil der Professor*innen der untersuchten Fächer (in Prozent) dargestellt, die das jeweilige Future Skill „stark“ oder „sehr stark“ fördern (hellblau = Digitalkompetenzen, dunkelblau = nicht-digitale Kompetenzen). Über das Drop-Down-Menü können die Future Skills-Profile der einzelnen Fächer ausgewählt werden.

Wichtigkeit von Future Skills aus Professor*innensicht

Nur in der zweiten Erhebungswelle wurden die Professor*innen zusätzlich gefragt: „Für wie wichtig halten Sie die Förderung folgender Future Skills bei Studierenden Ihres Faches im Hinblick auf deren spätere Berufstätigkeit?“ Sie nahmen ihre Einschätzungen auf einer 5-Punkte-Rating­skala mit den Endpunkten „gar nicht wichtig“ bis „sehr wichtig“ vor.

Für den Großteil der untersuchten Future Skills zeigt sich in allen Fächern, dass die Mehrzahl der Professor*innen die Förderung der jeweiligen Kompe­tenz als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ im Hinblick auf die spätere Berufstätigkeit von Studierenden einschätzt. Interessanterweise ist der Anteil der Professor*innen, welche die Wichtigkeit einer Kompetenz hoch einschätzen, bei fast allen Future Skills und Fä­chern höher als der Anteil der Befragten, die angeben, diese Kompetenz bereits be­sonders zu fördern. So wird etwa im Fach Pflegewissenschaft die inter­kulturelle Kommunikation von 95 Prozent der Befragten als wichtig eingeschätzt, während lediglich 56 Prozent der Professor*innen dieses Future Skills bereits in besonderem Maße fördern. Im Fach Medizin beurteilen 84 Prozent der Befragten Resilienz als wichtig, jedoch nehmen nur 43 Prozent der Professor*innen diese Kompetenz besonders in den Blick. Im Fach Politikwissenschaft halten 90 Prozent der Befragten Entscheidungskompetenz für wichtig, während nur 64 Prozent der Professor*innen angeben, Entscheidungskompetenz aktuell besonders zu fördern. Für die insgesamt noch wenig geförderte Digitale Ethik zeigt sich etwa im Fach Geographie, dass immerhin 54 Prozent der Professor*innen eine hohe Wichtigkeit angeben, während erst 20 Prozent der Befragten diese Kompetenz in besonderem Maße fördern.

In den Daten findet sich eine Vielzahl solcher Beispiele für einen Gap zwischen der Wichtigkeit und der aktuellen Förderung an den Hochschulen aus Professor*innensicht. Anhand dieser Daten sollte jedoch nicht geschlussfolgert werden, dass lediglich der Anteil an Professor*innen zu erhöhen sei, welche die jeweiligen Kompetenzen in ihren Lehrveranstaltungen adressieren. So decken Lehrende immer nur einen Teil des Curriculums in einem Studiengang ab und es ist somit ebenso wenig erforderlich wie möglich, dass alle Lehrenden das ganze Portfolio an Future Skills in die eigene Lehre integrieren. Vielmehr sollten bei der Curriculumsentwicklung Future Skills durch eine gezielte Zusammenstellung entsprechender Lernziele sowie die Integration alternativer und innovativer Lehr- und Lernformate ganzheitlich mitbedacht werden.

Betrachtet man pro Fach die Top Five der wichtigsten Future Skills, so befinden sich darunter in allen der elf untersuchten Fächer Problemlösekompetenz, kritisches Denken und Kollaboration. Darüber hinaus fallen Kommunikation (in neun Fächern) und Eigeninitiative (in acht Fächern) unter die Top Five der wichtigsten Future Skills.

In den Abbildungen ist für die einzelnen Fächer die Wichtigkeit der untersuchten Future Skills im Vergleich zur aktuellen Förderung in der Lehre dargestellt. Über das Drop-Down-Menü kann eine Grafik für jedes der untersuchten Fächer der zweiten Erhebungswelle angezeigt werden.

Fazit

Die Future Skills-Profile erfüllen die Funktion eines Monitors, der den aktuellen Stand der Integration von Future Skills in die Hochschullehre einzelner Fächer sichtbar macht. Die untersuchten Future Skills wurden so ausgewählt, dass sie verschiedene Kompetenzdimensionen wie grundlegende, transformative oder digitale Zukunftskompetenzen abdecken. Dennoch sind die hier vorgestellten Ergebnisse nicht so zu interpretieren, dass das untersuchte Set an Future Skills in allen Fächern oder an allen Hochschulen gleichermaßen verankert werden sollte. Vielmehr bieten die Future Skills-Profile eine empirische Grundlage, um sowohl hochschulintern als auch hochschulübergreifend innerhalb der Disziplinen einen reflektierten Diskurs über die curriculare Integration von Future Skills anzustoßen. Hochschulen sollten – orientiert an ihren jeweiligen Profilen und strategischen Schwerpunktsetzungen – eigene, entsprechend priorisierte Kompetenzrahmen entwickeln. Außerdem sollte auch innerhalb der einzelnen Fächer ausgelotet werden, welche Kompetenzen für typische Berufsfelder besonders relevant sind (z. B. im Rahmen der Fachgesellschaften oder Fachbereichs- und Fakultätentage). Hinzu kommt, dass in der vorliegenden Untersuchung bestimmte Kompetenzbereiche, etwa KI-bezogene oder gemeinschaftsorientierte Zukunftskompetenzen, noch nicht berücksichtigt wurden. Letztere sind beispielsweise Bestandteil des kürzlich veröffentlichten, aktualisierten Future Skills-Frameworks des Stifterverbands (Rampelt et al., 2025; Gehrs et al., 2025). Dieses versteht sich als fortschreibbarer Orientierungsrahmen, der Hochschulen dazu einlädt, Future Skills nicht lediglich zu übernehmen, sondern kontextspezifisch zu reflektieren, zu gewichten und weiterzuentwickeln.

In der vorliegenden Studie wurde nicht unterschieden, ob die zu beurteilenden Future Skills bereits curricular verankert sein müssen oder nicht. Somit ist es denkbar, dass die befragten Professor*innen nicht nur eine Aussage über explizit im Curriculum verankerte Future Skills machten, sondern ihre Angaben auch auf Kompetenzen bezogen, die sie als implizite Ergebnisse ihrer regulären Lehrinhalte und Lehrformate vermuten. Es wäre interessant, in zukünftigen Studien zu untersuchen, inwieweit bereits eine curriculare Verankerung von Future Skills stattgefunden hat. Eine weitere kritische Einordnung der Ergebnisse sowie Implikationen für die Hochschulforschung finden sich in der Publikation zur ersten Erhebungswelle (Horstmann, 2023). Für eine kritische Bestandsaufnahme der Definitionen, bestehender Frameworks und empirischer Befunde für das Future Skills-Konzept im Bildungsbereich Hochschule siehe außerdem Ehlers, Eigbrecht, Horstmann, Matthes, Piesk & Rampelt (2024).

Literatur

Ehlers, U.-D. (2020). Future Skills. Lernen der Zukunft – Hochschule der Zukunft (Zukunft der Hochschulbildung – Future Higher Education, 1. Auflage 2020). Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH; Springer VS. https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-29297-3

Ehlers, U.-D. (2022). Future Skills im Vergleich. Zur Konstruktion eines allgemeinen Rahmenmodells für Zukunftskompetenzen der akademischen Bildung. Hg. v. Ulf-Daniel Ehlers, Karlsruhe. https://nextskills.org/downloads/2022-01-Future-Skills-Bildungsforschung_final_Vs_2.pdf

Ehlers, U.-D., Eigbrecht, L., Horstmann, N., Matthes, W., Piesk, D. & Rampelt, F (2024). Future Skills für Hochschulen: Eine kritische Bestandsaufnahme. Vorveröffentlichung aus der Publikation Future Skills lehren und lernen – Schlaglichter aus Hochschule, Schule und Weiterbildung. Berlin: Stifterverband für die deutsche Wissenschaft. https://www.stifterverband.org/medien/future-skills-fuer-hochschulen

Gehrs, V., Horstmann, N., Kunz, A. M., Eigbrecht, L., Benick, M., Matthes, W., Hannken-Illjes, K., Johannsen, T., Blum, S., Dippelhofer, S., Frank, S., Sutter, C., Hildermeier, L., Sandmeir, A., Rampelt, F., Koch, H. (2025). Future Skills 2030. Wissenschaftlicher Bericht zum aktualisierten Framework für Zukunftskompetenzen. Stifterverband. Berlin. https://www.stifterverband.org/sites/default/files/2025-12/future_skills_2030_wissenschaftlicher_bericht.pdf

Horstmann, N. (2023). Bildung für die Zukunft? Förderung von Future Skills in der Hochschullehre. CHE Impulse Nr. 13. https://www.che.de/download/future-skills-2023/.

Rampelt, F., Matthes, W., Hannken-Illjes, K., Sandmeir, A., Gehrs, V., Horstmann, N., Kunz, A. M., Eigbrecht, L., Johannsen, T., Frank, S., Sutter, C., Koch, H. (2025). Future Skills 2030. Ein aktualisiertes Framework für Zukunftskompetenzen. Stifterverband. Berlin. https://www.stifterverband.org/sites/default/files/2025-12/future_skills_2030.pdf

Schleicher, A. (2013). 21st Century Skills. re:publica, Berlin.

Suessenbach, F., Winde, M., Klier, J. & Kirchherr, J. (2021). Future Skills 2021. 21 Kompetenzen für eine Welt im Wandel. In Kooperation mit McKinsey & Company. Hg. v. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. Essen. Verfügbar unter: https://www.stifterverband.org/download/file/fid/10547